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Wenn an Barrierefreiheit gedacht wird, dann z.B. an Alternativtexte für Grafiken. Aber was helfen solche Texte, wenn die Zugangspfade oder die Navigation der Website für bestimmte Zugangsmethoden nicht benutzt werden können? Barrierefreies Webdesign umfasst nicht nur einzelne technische Details in der Programmierung, sondern muss als Konzept aufgefasst werden, das das gesamte Informationssystem zugänglich gestalten lässt.

Eine häufige Barriere auf Websites ist die fehlende Geräteunabhängigkeit. Beispielsweise wird oft vorausgesetzt, dass jeder Besucher eine Maus benutzt. Erfahrene Computer-Nutzer kennen das: die Vorteile der Tastatur- gegenüber der Mausbedienung liegen in der Schnelligkeit, aber Menschen, die eine Maus nicht zur Verfügung haben oder nicht bedienen können, werden auf einer Website, die mit der Tastatur nicht bedienbar ist, nicht sehr weit kommen. Ähnliches gilt für das Lesen von Informationen: Alternativ zum Monitor stehen nicht nur der Drucker zur Verfügung, sondern ebenso Sound, kleine Displays oder Braille-Zeile.

Wenn Gestalter und Programmierer verstanden haben, dass nicht jeder Besucher ein "Durchschnitts-Surfer" ist, dass Barrierefreiheit auch erhöhte Flexibilität bedeutet und dass der demografische Faktor ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt der Gestaltung von Websites ist, dann kann der Prozess der Umgestaltung beginnen. Mit der Zielsetzung, die Gebrauchstauglichkeit eines Informationssystems zu erhöhen, erzeugt man benutzerfreundliche Oberflächen, die unter den diversen Umständen, in denen sich der Nutzer befindet, und mit den unterschiedlichen Fähigkeiten, die er mitbringt, bedient werden kann. Die technischen Aspekte der Barrierefreiheit sind dabei ebenso eine Voraussetzung.